Westmecklenburg,

das sind zwei verschiedene Landschaftsteile, das Schweriner Land als der östliche Teil der Mecklenburgischen Seenplatte vom Schweriner See bis zum Schaalsee und der Mecklenburger Südwesten mit der Griesen Gegend und der Lewitz.
In der Schweriner Seenlandschaft, in die die Landeshauptstadt Schwerin mit ihrem Schloß, dem Sitz des Landtages, hineingebaut ist, dominiert, wie überall in der Seenplatte, das Wasser in all seinen Formen. Der Schweriner See ist der zweitgrößte norddeutsche See und erstreckt sich fast über die gesamte Breite der Seenplatte. Nur 15 km trennen seine nördlichste Spitze von der Wismarer Bucht.
Der teils kuppige, teils ganz flache Südwesten dagegen empfängt seinen landschaftlichen Reiz aus dem Wechsel von Kiefernwäldern, Mischwäldern und Baumgruppen, Auen und Feldern, überzogen von einem Netz gerader Straßen und Wege, durchschnitten von vielen, vielfach vom Menschen geschaffenen Kanälen und Gräben. Heide, Wald, Moor und Gewässer liegen dicht beieinander. Die Flüsse fließen stellenweise in flach eingeschnittenen Tälern mit bewaldeten Rändern. Überwiegen östlich in der Lewitz die feuchten Niederungen, Fließe und Fischteiche so dominiert in der westlichen "Griesen Gegend" der karge Sandboden mit den Kiefernwäldern. Die dünne Besiedlung verschafft Ruhe und auf ausgedehnten Wanderungen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken eines Pferdes Entspannung abseits der großen Straßen.
Zum Westen Mecklenburgs gehören aber nicht nur einzigartige Landschaften, sondern Dörfer und Städte mit unverwechselbarem Charakter. Die Städte haben ihre alten Kerne erhalten und bieten zusammen mit vielen Guts - und Bauerndörfern, einen vorzüglichen Einblick in wenigstens 200 Jahre alte bodenständige Architektur und Lebensweise.

© Dr. H. Koch


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