"Dreifach gesegnetes Land - Wald, sonnige Seen und Meeresstrand"

so lautete einst der Werbespruch, mit dem sich Mecklenburg seinen Gästen präsentierte. Die Landschaft fernab vom Meeresstrand, im Binnenland Mecklenburg - Vorpommerns, mit ihren Wäldern, sonnigen Seen, mit den durch Getreide vergoldeten Anhöhen, den prächtigen Wiesen und den kleinen, oft noch immer so verschlafen wirkenden Dörfern am Ende der Alleen hat nichts von dem Reiz verloren, den der Reisende schon vor zweihundert Jahren entzückte.
Der Kenner weiß sie zu schätzen, die endlosen Wanderwege, auf denen er mit der Natur allein ist. Sie bieten ihm zu jeder Jahreszeit andere und immer neue Bilder und Begegnungen mit Tieren, Pflanzen und mit dem Nachlaß früher Kulturen. Und was mag wohl reizvoller sein? Im Frühjahr das Gold der Rapsfelder, im Sommer das Gold der Getreidefelder, im Herbst das Gold der Laubwälder und Alleebäume oder im Winter das Gold der Sonnenstrahlen, die auf der kahlen Landschaft liegen? Jeder entdecke es selber.
Der eine genießt es, sich an sonnigen Sommertagen auf den Gewässern als Teil der Natur zu fühlen oder sich körperliche Leistungen abzuverlangen, der andere genießt auf der kalten Seite des Jahres die Behaglichkeit, mit Grog am warmen Ofen zu sitzen. Vielleicht nach der Wanderung durch einen regnerischen, sturmgepeitschten Nachmittag. Er hat dann mehr als Natur er hat auch die Elemente erlebt.

© Dr. H. Koch


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