Die mecklenburgischen Ostseebäder


liegen in einer Großbuchtenküste (Mecklenburger Bucht) direkt am Meer. Nur die Wismarbucht hat Haff, Insel und Halbinsel.
Die Ostseebäder Boltenhagen, Rerik, Kühlungsborn, Nienhagen, Warnemünde und die beiden Seeheilbäder Heiligendamm und Graal-Müritz sowie die Insel Poel sind seit über 100 Jahren sehr begehrte Reiseziele. Auch ihr unmittelbares Hinterland, die alten See- und Hansestädte Rostock und Wismar, die einstige fürstliche Sommerresidenz Bad Doberan, die Dörfer und kleinen Landstädte werden immer mehr entdeckt.
Landschaftlich wird diese Region im Westen durch die bewaldeten Höhenzüge im Klützer Winkel und durch die hüglige Waldlandschaft Kühlung geprägt, im Osten sind es die Urstromtäler der Warnow und der Recknitz sowie die Rostocker Heide. Ein besonderes Zentrum bildet natürlich die See- und Hansestadt Rostock, Mecklenburg-Vorpommerns größte Stadt. Mit ihrem historischen Zentrum, mit Stadthafen und Seehafen, mit den Neubaugebieten, mit den sehr vielen Parkanlagen und Waldgebieten, mit Segelrevieren und vor allem mit dem Ostseebad Warnemünde und dessen Promenade am Altem Strom ist Rostock auch eine unvergleichliche Stadt.
Dem interessierten Besucher der Region an der Mecklenburger Bucht bietet sich mehr als das Baden im Meer, das von Heiligendamm in Deutschland seinen Siegeszug antrat. Es sind auch die ausgedehnten Spaziergänge und Wanderungen am Strand oder in den Wäldern, die für Entspannung und Erholung sorgen, die Besuche in Rostock und Wismar sowie in den kleinen Landstädten, die Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region vermitteln. Veranstaltungen und Festspiele lassen Sitten und Brauchtum lebendig werden und ermöglichen interessante Begegnungen. Zu den Höhepunkten gehört die Hanse - Sail, mit der in Rostock für eine Woche durch die großen Segelschiffe die Hanse - Zeit wieder auflebt.
Das Münster in Bad Doberan mit seinem Park und den Resten eines der ältesten Zisterzienserklöster unseres Landes, zieht jährlich Tausende Besucher in seinen Bann.
Die Dörfer im Hinterland der Küste haben nicht nur Reiterhöfe, sondern ihre alten Feldsteinkirchen schlagen den Bogen zur Besiedlung des Landes durch die westfälischen, flämischen und friesischen Siedler vor 800 Jahren.
Wer will, kann an dieser Küste weit in die Geschichte zurückgehen, zu den Dolmen bei Rerik, die zu den ältesten Bauwerken der Welt gehören oder zu den Wällen einstiger obotritischer Burganlagen.
Die sehr viel jüngeren Technischen Denkmale wie die Holländerwindmühle in Neubukow oder die Schmalspurbahn "Molli" zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn sind nicht Museen, sondern "in Betrieb". Altes und Neues verbindet sich überall an der Mecklenburger Bucht auf sehr interessante Art und Weise miteinander.

© Dr. H. Koch


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