Slowakei gestaltet IGA-Nationentag
Die Slowakei – Mitteleuropäisches Land aus der Sicht der Landwirtschaft
2003
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Heute beging die Slowakei ihren Nationentag auf der Internationalen Gartenbauausstellung IGA 2003 in Rostock mit einem bunten Mix aus Folklore, Klassik und Pop-Musik. Die Besucher und offiziellen Gäste - unter ihnen auch Rostocks Oberbürgermeister Arno Pöker (Foto oben)- wurden am Nationengarten des Landes mit Brot und Salz empfangen, konnten Weine kosten und wurden mit Musik des Volkskünstlers Tibor Koblicek (Foto unten) unterhalten. Die Musiker spielte Volks- und Hirtenlieder auf landestypischen Saiten- und Blasinstrumenten wie der Minota, der Ninera oder der Gajdy.

Auch auf der Weltbühne und der Parkbühne auf dem Gelände der grünen Weltausstellung am Meer wurde den Besuchern den ganzen Tag lang ein buntes Programm geboten. Daran beteiligt waren die Folklore-Gruppe SL´UK, die Geschwister Babiak mit Operetten-Melodien und die in der Slowakei sehr bekannte Pop-Sängerin Jana Kirschner.

Als nächste Nation begeht Spanien am 29. Juni seinen Nationentag - umrahmt von einem reichhaltigen kulturellen Programm bereits ab dem 26. Juni bis 5. Juli auf dem Ausstellungsgelände und in verschiedenen Konzertsälen der Hansestadt Rostock, in dessen Mittelpunkt der Flamenco steht.

Dr. Lothar Brunsch
Pressereferent

e-Mail: lothar.brunsch@iga2003.de
IGA Rostock 2003 GmbH
Industriestraße 15, D-18069 Rostock
Tel: +49(0) 381-782352, Fax +49(0) 381-782360
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Die Slowakei – Mitteleuropäisches Land aus der Sicht der Landwirtschaft

Die Slowakische Republik ist ein mitteleuropäisches Land und liegt im Herzen Euro-pas. Dieses schöne Land ist einerseits von der Hohen Tatra und anderseits von der Donau umgrenzt.
Der Ackerboden hat bis letzthin die grösste Fläche von dem gesamten Bodenfond der Slowakei genommen. Erst zuletzt hat sich dies zugunste des Waldes geändert. Das slowakische Volk hat seit unendlichen Zeiten den Boden bebaut, ob es die Fruchterde der Donau-und Ostslowakischenebene oder in weniger günstigem Gebiet von Karpaten war. Der Ackerboden im zerteilten Hügelland und im Bergland bildet kleine Inselchen, Enklaven mitten der Graspflanzen und Wälder. Die Grasflächen liegen vor allem im Gebiet mit weniger vorteilhaften Bedingungen. Es ist vor allem Gebirgsland mit stark zerteiltem Relief, vor allem gebirgigem oder Hochebene. Die Vielfältigkeit der Naturbedingungen ermöglicht verschiedene Arten von Pflanzen anzubauen, von den anspruchsvollsten bis zu den weniger anspruchsvollen. Auf den breiten Tiefebenen, auf den Feldern und Huben baut man Getreide – Weizen, Gerste, Mais, Korn, an. In der nördlichen Slowakei dominiert Erdfrucht. Bedeutender Platz hat auch Zuckerrübe.
Die fruchtbaren Ebenen der südlichen und östlichen Slowakei sind durch traditionellen Gemüseanbau bekannt, wobei die slowakischen Sorten ihren Stand halten.

Gemüseanbau orientiert sich in der Slowakei auf traditionelle Nutzpflanzengruppen – Strunkpflanzen, Wurzelgemüse, Fruchtgemüse, Zwiebelgemüse, Gartenhülsen-früchte und Blattgemüse. Der Sandboden im Gebiet Záhorie ist für Gurkenanbau, Spargel, die besonderen Ruf am europäischen Markt haben, geeignet.
Der Obstanbau hat in der Slowakei langjährige Tradition, die in die Periode vor Entstehung Ungarn hinreicht. Es gibt hervorragende Boden- und Klimabedingungen für Anbau aller Obstsorten in der gemässigten Zone. Ausser Hochgebirgslagen wird Obst in allen Gebieten angebaut, vor allem in Bergfuss der Hügellandschaft, auf Ebenen und in Flusstälern. Was die Menge und Qualität betrifft, sind die Äpfel am meisten vertreten. Weniger Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen und Kirschen. Weinreben werden im süd-westlichen, südlichen, süd-östlichen, also den wärmsten Gebieten auf der Fläche von 20 500Hektar anbaut. In Abhängigkeit von agroöko-logischen Bedingungen werden die Weinrebenflächen in 6 Gebiete gegliedert: das älteste und grösste Gebiet -die Kleinkarpaten, südslowakisches Gebiet – das wärmste, mittelslowakisches Gebiet – das geheimnisvollste, die Gegend von Nitra das vielfäll-tigste, ostslowakisches Gebiet- das wundervollste, und Tokaier Weirebengebiet das berühmteste.

Die Entwicklung der kulturellen Epoche der Geschichte verbindet sich mit Viehzucht. Am verbreitesten ist Rindzucht auf dem ganzen Gebiet, an zweiter Stelle ist Schweinezucht. In der Vergangenheit wurde von grosser Bedeutung Schafzucht, vor allem in nördlichen Slowakei, die dort bis heute erhalten geblieben ist. Wichtig ist auch Geflügel halten.
Auf dem grössten Teil des abgegrenzten Territoriums erstreckt sich der Wald /39.9% des gesamten Bodenfonds/. Der Wald ist fungierender Landschaftsbildender Element. Er wird vor allem durch die Verschiedenartigkeit, Farbheit und Natürlichkeit gekennzeichnet. Die Waldlandschaft stellt das Gebiet vor, das der Mensch am wenigsten geändert hat. Im Grunde hat der Mensch nur die Gattungaufbau der ursprünglichen „ Walddecke“ eingegriffen. Das zusammenfliessende Waldgebiet knüpft meist an das Gebirgsgebiet an.Eine besondere Gruppe bilden zusammenfliessende Waldniede-rungsbestände. Es sind vor allem Kiefernwald und Lu_n_ Wald der Donau. Die bunten Gattungsarten sprechen über Vielfältigkeit der bestehenden Naturbedin-gungen aus. Es überwiegt Laubholzbestand, cca 58%. Der Nadelholzbestand 42% ist der Gestell von Gebirge-und Hochgebirge. Mehr als 70% der Waldfläche bewachst der ursprüngliche Holzbestand. Am verbreitesten sind Buche, Fichte und Kiefer und es befinden sich hier rund 11 000 Pflanzarten. Fauna in der Slowakei ist auch sehr bunt. Es leben hier mehr als 40 000 Wildgattungen. Zu den häufigsten gehört Wildschwein, Hirsch und Bär. Viele von Tieren und Pflanzen sind naturgeschützt. Unter Naturschutz stehen auch viele Gebiete. Bedeutend sind Naturschutzpark /7, 16 Naturschutzgebiete/.
Die lange Tradition hat in der Slowakei das Jagdwesen. Die Wurzel fallen bis in das 15Jh. Der Grund sind gute Bedingungen in den Waldgebieten und breite Felder. Die Jagdtouristik betreut die Gesellschaft Zverex s.r.o. / Kontakt 00421 2 5249 3927, e mail: www.zverex.sk/. Die Forstwirtschaft bildet eine Grundbasis für den Beschäftigungsgrad der Landleute.

Die gesamte Szenerie des Landes erläutern die Wasserläufe, Seen, Teiche und Wasserbecken, die den Bestandteil des Naturreichtums darstellen. Die Wasserläufe sind unersätzliche Bestandteile der Landschaftspflege und Umweltgestalltung. Die gesamte Länge des Wassernetzes bildet 49 755 km. Es sind Flüsse:die Donau, Váh, Ipe_, Tisa, Morava, Dunajec, Latorica. Eine wichtige Aufgabehaben auch die Wasserbecken und Seen. Die bedeutendsten sind Liptovská Mara, Oravská Priehrada, Zemplínska _írava, und in den letzten Jahren Gab_íkovo. Dieses grandiose Wasserwerk wurde zum wirtschaftlichen polyfunktionalen Komplex.
Der Transport an der Donau wurde wesentlich besser, sicherer und die Gemeinden am Donaugebiet sind vor Hochwasser geschützt. Es bietet interessantes für den Bereich der Agrotouristik (www.zuberec.sk/de, www.mpsr.sk/slovak/info/agrotur/index.htm) und Sport, verbessert die regionale Ökologie / Trinkwasserversorgung, Belebung der Wälder/. Die Wasserläufe, Seen und Teiche werden zur Fischzucht genutzt. Die Fischfangreviere sind in der Mittel- und Nord-Slowakei, sowie an der Donau und Kleinen Donau. Der Hobbyfischfand gewährt unwiederholbare Erlebnisse und Relaxen. Die Königin der slowakischen Flüsse ist der Huchen. Sportfischfänger suchen meist Karpfen, Hecht, Wels, Zander und Schlei. Die Dienstleistungen im Bereich des Hobbyfischfangs betreut der slowakische Fischverbund, _ilina /Kontakt 00421 41 5623193, e mail ekonom@sczrada.sk.

Die grössten unterirdischen Wasserquellen sind in Anschwemmungen der Donau im Gebiet „ _itn_ ostrov “ und im westslowakischen Region.
Der bis heute unanerkannte Naturreichtum hat die Slowakei in 1300 Mineralwasser-Quellen.

Die Bienenhäuser

Die Bienenhäuser represäntieren die Tradition der slowakischen Bienenzucht , Fruchtproduktion sowie deren Verknüpfung mit Malerei der naiven slowakischen Künstler. Schon im 17Jh. hat man Bienenhäuser in Form von Bienenstöcken, Höhlungen oder Körben benutzt. Im 18Jh. hat man verschiedene binderförmige Bienenstöcke benutzt. Es waren keine einfachen Holzkisten, eher waren es fast Kunstwerke. Bekannt sind auch Strohbienenstöcke, die aus Stroh und Weidenruten hergestellt wurden. Besondere Gruppe in der Herstellung von Bienestöcken stellen Reliefe und figurale Bienenstöcke vor, die aus Holz hergestellt wurden. Die einfachen Formen der Holzbienenstöcke dokummetieren einerseits die Kunst der Schnitzer und anderseits einen Teil der slowakischen Geschichte.Viele von den historischen Bienenstöcken sind bis heute erhalten geblieben und befinden sich im Imkermuseum in Kralova pri Senci /www.muzeum.sk/mvns.htm/

 

 

 

Die bratislavaer Linde

Die bratislavaer Linde (Tilia cordata) wurde im Jahre 1683 in dem Pallfyschen Garten plaziert. Die Pallfys hatten in eigenem Garten ein prachtexemplar einer uralten Linde, deren besondere Aufmerksamkeit und Pflege geschenkt hatten. Rund um den Baum hat man sinnreiches siebenstöckiges Gerüst aufgestellt, das durch einige Leiter miteinander verbunden wurde. Höhepunkt des Gerüstes bildete zwiebelförmiges Dach über den höchsten Ast der Linde. Die Besucher, die den Pallfyschen Garten besuchten, konnten die einzigartige Schönheit sowohl von unten als auch von der Kronenebene betrachten und den Lindenblumenduft einatmen. Die Wichtigkeit die-ser Linde als einer Naturdominante beweist am besten die Tatsache, dass bis auf wenige der Künstler – Graphiker haben sie in ihren Kunstwerken dargestellt. Die vollkommenste Darstellung und Dokummentierung des Baumes stellt der Kupferstich von M. Engelbrecht nach F.B.Werner aus dem Jahre 1735, vor. Der Baum dominiert im Garten von Herrn Gauvorsteher Pállfy als auffallendster Naturbestandteil. Der Textausdruck dazu: Tilia procera celebri (die berühmte hohe Linde). Die bedeutendsten Dominanten von Bratislava sind von Werner, Scheffler und Pintz aus den 40 Jahren des 18Jh., und werden mit Zahlen markiert. Die Linde im Pallfyschen Garten mit dem siebenstöckigen Gerüst wird als separates Objekt mit folgendem Text bezeichnet: „ Grosse Lindbaum in Pallfischen Garden“.
Die Linde erweckte auch die Aufmerksamkeit der slowakischen Aufklärungs-Generation und wurde als Symbol des Slawentums hervorgehoben. Die Natur-Wissenschaftler im 18Jh. haben ihr Alter auf einige hundert Jahre geschätzt. Laut Angaben aus dem 19Jh. war der Durchschnitt der Linde am Wurzel 11m und in der Brusthöhe 8m. Durch den gewaltigen Wachstum von Bratislava blieb bis heute nur ein Teil der alten Linde erhalten – nur ein verstümmeltes Bruchstück des berühmten Baumes.

Die Burg - Spiß

Die Slowakei ist reich an kulturhistorische Befestigungen. Die Burg Spiß – nationales, kulturelles Denkmal, ist die umfangreichste Burg und ist die Dominante von Spiß. Die Burg ist in voller Harmonie mit der Landschaft, liegt auf dem Travertienfels. Die Burg ist nicht nur ein Dokument der architektonischen Entwicklung bei uns von 12 – 18Jh., sondern mit ihrer Fläche von 4Hektar, wird zu den grössten Burgkomplexen von Mitteleuropa gezählt. Sie wurde schon als Gauburg im 12 Jh. erwähnt. In der ersten Hälfte des 13Jh. hatte vor tatarischen Einbrüchen die Burgakropolis nur die steinige Befestigung gerettet. In dieser Zeit hatte man romanisches Palais und Wohnturm gebaut. Später wurde Prepostsky Palais und heute nicht mehr existierende romanische Kapelle dazugebaut. Im 14Jh. wurde die Burg um mittleres Burghof mit Eingangstor und Barbakan bereichert. Im 15Jh. hat man einen breiten unteren Hof gebaut. Während des Brandes im J. 1780 wurde die Burg stark beschädigt, nicht mehr erneut aufgebaut, sondern verödete allmählich. Die umfangreichen Forschungen, Restaurierungen brachten neue Belebung des bedeutenden Baudenk-mals und das ganze Areal wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im J. 1993 wurde die Burg und Umgebung /Spißské Podhradie, Spißská Kapitula, kostol v _ehre/ zu den WeltKultur - und Naturerbe von UNESCO aufgenommen. Die Exposition als Museum wurde im J. 1983 eröffnet /www.spisskyhrad.sk/de.html/.




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