Die Mitarbeiter des Zoo Rostock trauern um den Schimpansen "Timbo"
"Timbo" wurde 1960 in Guinea/Afrika wild geboren und kam 1963 nach
Rostock. Von Anfang an war er Boss der Schimpansen-Gruppe.
Schon im Flegelalter galt "Timbo" als besonders frech. Bis heute
hielt er mit seinen Stimmungen nicht hinterm Berg. So überschwänglich
gute Bekannte begrüßt wurden, so deutlich äußerte er auch
sein Missfallen. Dann warf er mit allem, was sich im Gehege befand.
Solche Gefühlsausbrüche sind typisch für Schimpansen.
Bereits seit 2009 war bekannt, dass "Timbo" an einem unheilbaren
Nierenbeckentumor und einem beidseitigem Zystenbefall der Niere litt.
Er wurde sowohl human-, als auch veterinärmedizinisch
untersucht. Um seine Lebensqualität solange wie möglich aufrecht zu
erhalten, erhielt "Timbo" Schmerzmittel. Auf Grund einer akuten
Verschlimmerung seiner Beschwerden erfolgte am Freitag
eine Untersuchung in der Tierklinik. Währenddessen stellten sich seine
Befunde als sehr kritisch dar, so dass die Ärzte "Timbo" aus Gründen
des Tierschutzes erlösen mussten.
Seit 40 Jahren lebt die Schimpansin "Nana" an seiner Seite. Die
Mitarbeiter des Zoo Rostock hoffen, dass sie den Verlust von ihrem
Gefährten "Timbo" verkraften kann. "Nana" leidet seit
Jahren unter akuter Arthrose und bewegt sich kaum noch. Ihr
Lebenspartner "Timbo" kümmerte sich sehr besorgt um sie und blieb immer
an ihrer Seite. Eine drastische Verschlechterung ihres Zustandes wird
von den Zoomitarbeitern befürchtet.
1961 wurde das Schimpansenhaus im Zoo Rostock fertiggestellt. Im Jahre
1965 komplettierte das Haus für die Orang-Utans die Menschenaffenanlage.
Das neue Gehege für die Menschenaffen, das DARWINEUM, wird 2012 eröffnen.
Baubeginn ist Anfang nächsten Jahres. "Timbo" wird dies leider nicht mehr
erleben.
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