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Ins neue Jahr mit der ersten offiziellen "Miss Schwerin" der DDR ! Attraktiver Start 2010 mit einer früheren Schönheitskönigin Die erste offizielle "Miss Schwerin" des Bezirkes Schwerin 1988 über 2009 und 2010 / Vor 100 Jahren - 1909 wurde die erste Miss Deutschland gekürt Schwerins erste offizielle „Miss“ nach dem zweitem Weltkrieg Simone Gladasch über ihre Wahl 1988, „GNTM 2009“, das zurückliegende Jahr und die kommenden Herausforderungen Nur noch wenige Stunden … Dann heißt es „Adios, 2009 ! Willkommen, 2010 !“. Doch wie beurteilt eigentlich eine frühere Schweriner Schönheitskönigin das zurückliegende Jahr, was erhofft sie sich vom nächsten Jahr ?! Nachgefragt bei Simone Gladasch, der ersten offiziellen „Miss Schwerin“ der damaligen DDR ! „Hoffe auf eine positive Grundstimmung in M-V !“ Frage: Kaum zu glauben. Die ersten offiziellen Miss Schwerin-Wahlen liegen mehr als 20 Jahre zurück und der “Zahn der Zeit” ist fast spurlos an Ihnen “vorbeigegangen”… Vor 12000 Zuschauern nahmen Sie und Ihre damaligen Konkurrentinnen im Juni 1988 auf der Schweriner Freilichtbühne an der ersten offiziellen “Miss Schwerin”-Wahl zu DDR-Zeiten teil. Wie war damals der Ablauf – auch verbale Kurzvorstellung, dann Präsentation im Badeanzug und im Kleid, wie heute üblich ?! Simone Gladasch: Danke für das Kompliment, wirklich sehr nett. Der Treffpunkt war am 26. Juni 1988 um 9:00 Uhr im Backstage-Bereich auf der Freilichtbühne. Dort war ein Partyzelt aufgebaut, indem sich die Anwärterinnen noch hübscher zaubern durften, bevor es auf die Bühne ging. Die Freilichtbühne füllte sich zusehend, was meiner Nervosität keinen Abbruch gab. Die Veranstaltung begann ziemlich spät, ca.12:00 Uhr und die Nerven lagen blank. Der erste Lauf war, soweit ich mich erinnere mit normaler Alltagsbekleidung – jeder wie er wollte. Dann mit Bademode und dabei ist es auch geblieben. Im real existierenden Sozialismus war die höchste Form des Ausdrucks von Fraulichkeit der Badeanzug oder Bikini (lacht). Schöne Kleider, Roben etc. gab es für so einen Anlass leider nicht. Insgesamt mussten wir vier Runden präsentieren. Verbale Kurzvorstellungen gab es natürlich…um so näher der Moderator mit seinem Mikrofon kam, umso mehr bekam ich „Gummibeine“. Dass passiert mir heute nur noch, wenn ich zum Zahnarzt muss (lacht). Eine nette Mitarbeiterin wollte, während ich beim Interview am Marstall war, meine Rosen in das Wasser stellen. Sie füllte Wasser in MEINEN Krug, stellte die Rosen hinein und wollte den Krug am Henkel fassend auf einen Tisch stellen – Peng – sie hielt nur noch den Henkel in der Hand: Wasser, Scherben und Rosen verteilten sich auf dem Fußboden. Ich nahm es damals sehr sportlich, denn mir wurde ein neuer Krug versprochen – darauf warte ich heute noch ...
Frage: Apropos „warten“ … Das alte Jahr ist Geschichte, das neue hat fast begonnen. Was erwarten Sie persönlich und allgemein von 2010 ? Simone Gladasch: Die 850 Jahrfeier Schwerins steht für mich als gebürtige Schwerinerin natürlich im Mittelpunkt. Ich möchte so viele Jubiläums-Events, wie nur irgendwie möglich mitnehmen bzw. besuchen. Was erhoffe ich mir noch ?! Ich finde es ganz große Klasse, dass es mittlerweile so viele Power-Frauen gibt, die etwas für Schwerin, für MV oder Deutschland bewegen wollen. Ich bin ja politisch sehr interessiert und daher verfolge ich das politische Geschehen schon mit großem Interesse. Unsere Oberbürgermeisterin konnte mit ihrem Auftreten, ihrem Handeln schon überzeugen. Mittlerweile drängt eben eine neue Frauen-Generation nach vorn. Ich drücke dabei die Daumen für unsere Sozialministerin Manuela Schwesig, dass sie weiterhin ein erfolgreiches Händchen für die Stadt und das Land hat. Sie besitzt das "Know-how", einen großen Beitrag zur positiven Entwicklung der Stadt und des Landes zu leisten. Ich hatte das Glück, sie persönlich kennenzulernen. Sie strahlt ungemein viel Kraft, Optimismus und Zuversicht aus und wirkt authentisch. Ihre Vita ist dabei schon beeindruckend, wie sie es schaffte, andere zu überzeugen und ihre Ziele durchzusetzen. Auch die neue CDU-Kreisvorsitzende in Schwerin, Frau Dorin Müthel-Brenncke, und Kristina Köhler, die neue Bundesfamilienministerin, zeichnen sich durch Kompetenz, Beharrlichkeit und Engagement aus. Auch ihnen ist alles erdenklich Gute zu wünschen. Den Kritikern, die sich über die angeblich mangelnde Erfahrung der neuen deutschen Power-Frauen erregen, sei gesagt: Einerseits möchte man mehr junge kompetente Politikerinnen, andererseits – wenn sie dann wirklich in Amt und Würden sind – ist es für manche Zeitgenossen auch nicht gut. Manuela Schwesig oder Kristina Köhler, nur um zwei Beispiele zu nennen, haben jede Chance verdient – und ich hoffe sehr, dass sie ihren Weg meistern. Frage: Im Jahr 2009 fanden viele Schönheitswettbewerbe der verschiedensten Veranstalter statt. Welche Bedeutung haben diese Wettbewerbe aus Ihrer Sicht ? Bei „GNTM 2009“ gewann Sara Nuru. Wie ist Ihre Meinung zur Siegerin der letzten „GNTM“-Staffel ? Simone Gladasch: Sara ist eine unglaublich attraktive Frau. Sie hat eine beeindruckende Ausstrahlung, steht auch für Power und besitzt viel Charme. Die „GNTM“-Siegerin 2009 steht für Internationalität, spricht mit ihrer freundlichen Art jede sowie jeden global an. Sie hat ein optimistisches Wesen und dürfte die Herzen z.B. in der Mode-Branche schnell erobern. Von ihr werden wir sicherlich noch viel Positives hören. Ihr gehört die Zukunft ! Frage: Gab es 2009 für Sie selbst große Veränderungen ? Im Rückblick: Welche Events in Schwerin beeindruckten Sie 2009 am meisten ? Simone Gladasch: Tja, auch für mich gab es 2009 eine erfreuliche berufliche Veränderung. Ansonsten war für mich die BUGA in Schwerin das Ereignis des Jahres. Sowohl persönlich als auch beruflich hatte ich mit der BUGA zu tun und freue mich sehr darüber, dass sie für Schwerin ein so großer ein wirtschaftlicher wie touristischer Erfolg wurde. Mit viel Hingabe, Gastfreundschaft und Engagement schafften es die Schwerinerinnen und Schweriner, die BUGA zu einem super Event zu machen. Der Glanz der BUGA strahlt noch immer. Auf der Grundlage dieses Erfolges sollten auch die Jubiläumsfeiern 2010 gelingen. Frage: Wie feiert eine ehemalige „Miss“ ins neue Jahr ? Simone Gladasch: Im letzten Jahr organisierte ich eine große Feier mit mehr als 70 Leuten im Haus des Sportes in Schwerin – ausgelassen und bewegungsfreudig begrüßten wir das Jahr 2009. In diesem Jahr wird alles ein paar Nummern kleiner, es wird etwas besinnlicher, mit einer überschaubareren Anzahl von Gästen. Ich mag bei Silvester-Feiern die Abwechslung ! Frage: Jetzt meldete sich bei der "Ostseezeitung" Lotti Stöter, geborene Prestin, und konnte beweisen, dass sie 1928 zur ersten offiziellen "Miss Schwerin" im Lindenhof in Schwerin gekürt wurde. Traurig, dass Sie nicht mehr die historisch erste "Miss" sind ?! Simone Gladasch: Aber nein ! Ich freue mich, dass es schon damals Frauen gab, die Power und Mut hatten, sich einer Miss-Wahl - bei der es ja sowohl um das äußere Erscheinungsbild als auch um verbale Schlagfertigkeit geht - zu stellen. Glückwunsch an Frau Stöter noch nachtrgäglich von mir !!!! Vielleicht gelingt ja einmal ein Treffen aller offiziellen "Miss Schwerin"-Titelträgerinnen ! Wäre ja ein interessanter Erfahrungsaustausch ... Dann: Prosit Neujahr und alles Gute 2010 ! Streiflichter – Miss-Wahlen in M-V und der Prignitz ... Tja, Schönheit liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Aber seit Menschengedenken küren zumeist die Herren der Schöpfung die vermeintlich anmutigste Dame der Region, des Landes, des Kontinents oder gleich des ganzen Universums – mal mehr, mal weniger offiziell. Offizielle „Schönheitskronen“ gibt seit Ende des 19.Jahrhunderts: Vor 100 Jahren – erste „Miss Deutschland“ war Gerda Sieg ! Die erste deutsche Schönheitskönigin war Gerda Sieg, die 1909 den “Thron” der Miss Deutschland erklomm. Kurios und zugleich ganz wertvoll war der Preis: eine 20 Mark-Goldmünze ! Seit 1927 fanden dann regelmäßig Wahlen zur Miss Deutschland statt, wobei in jenem Jahr die 21jährige Ostpreußin Hildegardt Kwandt zur Siegerin gekürt wurde. Für viel Furore bei einer „Miss Germany“-Wahl während des „Kalten Krieges“ sorgte 1961 eine Ostdeutsche: Marlene Schmidt, die aus Sachsen-Anhalt stammte, war 1960 nach Westdeutschland geflüchtet und wurde im Jahr des Mauerbaus die „Miss Germany“ 1961 – zur damaligen Zeit ein großes Politikum. Während in Deutschland-West bis 1990 zahlreiche Miss-Wahlen der verschiedensten Organisatoren stattfanden, blieben die Schönheitswettbewerbe in Deutschland-Ost – wegen ihrer „Dekadenz“ – weitestgehend verpönt. Zwar wurden in den 1980er Jahren im Zuge von Glasnost und Perestroika schon erste anmutige Titel einer „Miss Frühling“ oder „Miss Sommer“ vergeben, aber das blieben die Ausnahmen. Erst im Jahre 1987 folgte eine offizielle DDR-Miss-Wahl, die Wahl einer „Miss Berlin“ im Ostteil der damals geteilten Stadt. Die Siegerin durfte sich sogar an der Seite des SED-Staats- und Parteichefs zeigen …Seit 1990 sind offizielle Miss-Wahlen auch in M-V sehr beliebt. Ein Höhepunkt war dabei die erste und letzte offizielle Wahl einer „Miss DDR“ im September 1990 in der Halle am Fernsehturm in Schwerin, aus der die Brandenburgerin Leticia Koffke als Siegerin hervorging. Eine der erfolgreichsten Schönheitsköniginnen aus Schwerin nach 1990 ist jedoch Kinga Peters, die 1998 “Miss Schwerin” und “Miss M-V” wurde und bei der folgenden “Miss Germany”-Wahl sehr gute Vierte wurde. Sogar zur „Miss Hansa“ wurde sie gekürt … Bekannte Schönheitsköniginnen der Region: - Karin Lutz (damals 21 Jahre), eine damalige Sekretärin am berühmten Nähmaschinenwerk der Stadt, wurde im Jahre 1988 die erste “Miss Veritas®”, ist natürlich gleichzeitig die erste offizielle Schönheitskönigin Wittenberges, und sie war somit auch die erste Schönheitskönigin der Welt, die einen Titel von einem international eingetragenem und geschütztem Warenzeichen® erhielt. Die Wahl fand vor fast 20 Jahren im “Nähmaschinen-Klubhaus” statt. - Romy Cordes, die Wismarer Studentin, wurde die erste im ACHTECK Schwerin gewählte “Miss M-V” (Dezember 1996); zuvor, im Frühsommer 1996, gab es noch die Wahl zur “Miss Schwerin”, welche Simone Meyer gewann. - Kinga Peters, 1998 “Miss Schwerin”/”Miss M-V” im ACHTECK, und Manon Subklew (beide Schwerin) werden 2001/02 “Miss Hansa Rostock”.
- Babett Konau – die anmutige Dame mit den vielen Talenten: Interview mit Babett 2008 – „Noch heute mit der `Glitzerwelt` zu tun …“ Frage: Sie wurden vor fünf Jahren Miss Germany, wurden dann eine erfolgreiche Schauspielerin. Half Ihnen der Sport, Ihr Leben zu meistern ? Babett Konau: Ja, der Sport hat mir schon ungemein geholfen, ja mich „gelehrt“, meinen Weg diszipliniert und konsequent zu gehen, egal in welche Richtung es ging oder noch gehen wird. Frage: Babett Konau 2008 – Was machen Sie zur Zeit, wie sieht Ihr Leben gegenwärtig aus ? Babett Konau: Heute habe ich auch mit der „Glitzerwelt“ zu tun, aber in einer anderen „Richtung“: Rückblende: Wahl zur Miss Schwerin am 26./27.September 2008 im Achteck - Reingard Hagemann, die amtierende "Miss Schwerin" In der traditionsreichen Diskothek „Achteck“ in Schwerin stellten sich elf junge Frauen einer gestrengen, aber fairen Jury, dabei die „Misses Germany“ Jessica Seifert, und mussten in drei Durchgängen – persönliche Vorstellung, Präsentation im Bikini und im Abendkleid – überzeugen. > Die “Pionierin” aller “Miss Schwerin”-Wahlen nach dem zweiten Weltkrieg bleibt aber Simone Gladasch, die im Juni 1988 zur schönsten Frau Schwerins gewählt wurde. “Miss Schwerin-Wahlen” im ACHTECK 1996-2007 - - Landes-/Regionalwahlen in Schwerin – Auswahl - > Last but not least: Wie die Ostseezeitung in ihrer Ausgabe am 30.Dezember berichtet (Beitrag „Schönheit kennt kein Alter“ von Annika Reichardt, OZ vom 3012.2009, Seite 3, wurde Lotti Stöter, geborene Prestin, im Lindenhof in Schwerin-Ostorf am 12.September 1928 die erste „Miss Schwerin“ und erhielt damit das blaue Band der Schweriner Schönheitskönigin. Simone Gladasch, die Miss von 1988, muß sich nun damit begnügen, „nur“ die erste offizielle „Miss Schwerin“ des damals noch existierenden DDR-Bezirkes Schwerin gewesen zu sein. |