Rostocker Stadtsanierung - ein Rückblick und Ausblick

Die Hansestadt Rostock hat im Jahr 2009 rund 15 Mio. Euro in das Sanierungsgebiet "Stadtzentrum Rostock" im Rahmen der Städtebauförderung investiert. Seit 1991 flossen insgesamt rund 240 Mio. Euro aus öffentlichen Mitteln und Eigenanteilen der Hansestadt Rostock in die Sanierung des Stadtzentrums. "In gemeinsamer Arbeit ist es gelungen, dass die Hansestadt Rostock für die folgenden Jahre ein Konzept aufzeigt, dass die Unterstützung der Stadtentwicklung durch Städtebaufördermittel sichert." blickt Reinhard Wolfgramm, Geschäftsführer der Rostocker Gesellschaft für Stadtentwicklung, Stadtsanierung und Wohnungsbau mbH (RGS) zuversichtlich in das nächste Jahr. Für 2010 ist ein Investitionsvolumen von rund 18 Mio. Euro geplant. Wurden in der Vergangenheit etwa 40 Prozent der Mittel in Erschließungsmaßnahmen und rund 30 Prozent in die Modernisierung von Gebäuden aufgewendet; wird sich dieses Verhältnis zugunsten der Gebäudemodernisierung verschieben. Die Sanierung der Rathausgebäude Neuer Markt 3/4 und Große Wasserstraße 19, der Musikschule Wallstraße 1, der Außenanlagen Jenaplanschule Lindenstraße 3a und des Klosters zum Heiligen Kreuz benötigt eine Summe von rund 8,1 Mio. Euro. Für Erschließungsmaßnahmen, wie der Gestaltung der Fischerbastion, dem Knotenausbau Mühlendamm/Neue Warnowstraße oder der Neuen Warnowstraße an sich, sind etwa 8 Mio. Euro eingeplant.

Städtebaufördermittel fließen auch in weitere fünf Rostocker Stadtteile. Im Jahr 2009 hat die Hansestadt Rostock rund 3,3 Mio. Euro in den fünf Stadtteilen eingesetzt. Seit 1993 Jahren investiert die Hansestadt Rostock in die Wohnumfeldverbesserung von Dierkow und Toitenwinkel. Seit 2006 sind diese Stadtteile auch in das Förderprogramm "Die Soziale Stadt" aufgenommen. Für Schmarl, Groß Klein und Evershagen stehen Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost, Programmteil Aufwertung zur Verfügung. Darüber hinaus sind Groß Klein seit 1999 und Schmarl seit 2001 im Programm "Die Soziale Stadt".

Die Gelder werden zum einen in Baumaßnahmen, wie die Sanierung der Sporthalle am Kleinen Warnowdamm in Groß Klein, zum anderen aber für die finanzielle Unterstützung der Quartiermanagements mit den vier Stadtteilbüros, den 50000 Euro-Bürgerprojekten und den Verfügungsfond eingesetzt. Die Bürgerabstimmungen über die Projektvorschläge erfolgen im Januar bzw. Februar 2010 in den Stadtteilen Dierkow, Toitenwinkel, Schmarl und Groß Klein. Insgesamt will die Hansestadt Rostock im nächsten Jahr rund 2,8 Mio. Euro für die Entwicklung und Stabilisierung der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Stadtteilen investieren, so zum Beispiel für die Sanierung der Sporthalle Grundschule Schmarl, für die Aussenbereiche Dierkow und Toitenwinkel oder in Groß Klein für den Radweg vom Klenowtor entlang der Werftallee.

Foto: © Joachim Kloock


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Redaktion "ferienland-m-v.de"