Die 18. Störtebeker-Spielzeit am Jasmunder Bodden
Likedeeler suchen weiter den Schatz der Templer
Störtebeker-Festspiele 2010 ab 19. Juni auf der Naturbühne in Ralswiek Unser Bericht 2009
Unser Bericht von der Premiere am 19.06.2010
RALSWIEK. Der erste Blick auf Europas schönster Freilichtbühne am Jasmunder Bodden lässt zumindest erahnen, wo der zweite Teil der neuen Störtebeker-Trilogie angesiedelt ist. Nach dem vorjährigen Ausflug des Freibeuters und seiner Gefolgsleute von den vorpommerschen Ostseestränden an die Kanalküste zwischen Dover und Calais, führt die Suche nach dem Schatz der Templer um 1400 die Likedeeler in südliche Gefilde. Entsprechend haben die Bühnenbildner nach Plänen von Falk von Wangelin ein Bild entstehen lassen, das an die vielen Geschichten aus 1000 und einer Nacht erinnert. Links vom Wasser die prächtige Bankfassade aus der Stadt Genua aus jener Zeit und rechts die stolzen Wehranlagen der Stadtburg mit einem maurischen Palast in der andalusischen Stadt Granada. Eine wahrhaft schöne Kulisse, die den Zuschauer schon entzückt, eher überhaupt etwas auf der Bühne passiert ist. Dann wird wieder geritten, gefochten, geliebt, gibt es Intrigen und viele aktionsreiche Handlung auf der weiteren Suche noch dem Templerschatz. Der zweite Teil dieser Störtebeker-Trilogie führt deshalb nach Spanien, weil die Piraten aus dem Norden im Maurenpalast von Granada einen Hinweis auf das Gold der Templer vermuten, das seit deren Verfolgung um 1307 verschwunden ist. Von dem Mädchen Maria erfahren Klaus Störtebeker und seine Getreuen, dass der Heilige Antonius der Schutzpatron verlorener Schätze ist. Doch dessen Reliquie als der Gegenstand religiöser Verehrung wurde an das Bankhaus „San Giorgio" nach Genua verkauft. Es kommt zum Krieg zwischen Granada und Genua. Davon will das genuesische Bankhaus profitieren und zum mächtigsten in Europa werden. In all den Wirren gelingt es den Likedeelern, sich die begehrte Reliquie zu beschaffen. So kommt man dem Geheimnis des Templerschatzes näher, findet ihn aber noch nicht. Am Schluss dieses Teils verlässt Störtebeker mit Maria Granada und bricht zu neuen Abenteuern auf, um das Gold endgültig zu finden. Das ist aber dann dem dritten Teil der Templerlegende im kommenden Jahr vorbehalten.
Das diesjährige Stück mit dem Titel „Der Fluch des Mauren" hat am 19. Juni seine Premiere und wird dann bis 4. September in Ralswiek gegeben. Auf der Bühne sind wieder alte Bekannte wie Sascha Gluth als Klaus Störtebeker zu erleben. Dieter Lahaine ist wieder als Goedeke Michels in Aktion, Robert Glatzeder als Bruder Thomasius. Auch Ben Hecker und Norbert Braun sind erneut dabei. Und natürlich Wolfgang Lippert als Balladensäger, der diesmal vier Auftritte hat. Aber auch neue Gesichter wie das von Claudia Gaebel als Maria sind mit von der Partie. Mit der Figur des geldgierigen Bankers Baptista de Rocca (gespielt von Mario Ramos) aus Genua schlagen die Festspiele einen Bogen zur aktuellen Situation und der derzeitigen Banken- und Wirtschaftskrise.
Die Zuschauer erwartet wieder ein Mix aus spannenden Abenteuern, krachenden Seeschlachten, atemberaubenden Stunts und überraschenden pyrotechnischen Einlagen. So wurde auch das Bühnenbild um einige Meter verbreitert, um den Zuschauern eine noch bessere Sicht zu den Aktionen der Koggen und Schiffe auf dem Jasmunder Bodden zu ermöglichen. Dank vieler Tricks und Raffinessen soll dann am Ende aus der sich öffnenden Erde der Heilige Antonius als Schutzpatron verlorener Schätze emporsteigen. Ein goldenes Buch wird schließlich einen Kompass freigeben, der in der dritten Folge Störtebeker und seine Mannen im kommenden Jahr zum Templerschatz führt. Bis zum 4. September gibt es montags bis samstags ab 20.00 Uhr die Aufführungen. In diesem Jahr werden wieder rund 400.000 Besucher auf der Naturbühne in Ralswiek erwartet. Fast 200.000 Karten gingen für die Aufführungen 2010 schon im Vorverkauf weg. kpk INFO + MARKETING
Störtebeker-Pressemappe
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