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"Verraten
und Verkauft" Weitere
wichtige Informationen finden Sie auf www.stoertebeker.de
Am
23. Juni starten die Störtebeker Festspiele mit dem Stück
VERRATEN UND VERKAUFT einen neuen Zyklus. Die Geschichte
erzählt, wie aus Klaus von Alkun der berühmte Seeräuber
Klaus Störtebeker wird. Dank unseres Regisseurs Holger Mahlich
haben wir eine spannende, kurzweilige und liebevoll gestaltete Geschichte.
Mit vier Neubesetzungen, Christina Kraft, Linda-Moran Braun, Robert
Glatzeder und Ben Bremer kommen frische Gesichter und neue professionelle
Akteure auf die Störtebeker-Bühne. Natürlich
greift Störtebeker-Darsteller Sascha Gluth wieder zum Schwert und
Dietmar Lahaine (Goedeke Michels) segelt an seiner Seite. Wolfgang Lippert
ist unser allseits beliebter Balladensänger. Als Widersacher konnte
Norbert Braun, der bis 2001 selbst die Rolle des Klaus Störtebeker
spielte, verpflichtet werden. Neben Ingrid van Bergen werden ebenso
die Schauspieler Hans-Jörg Fichtner, Ben Hecker, Burkhard Kurth,
Mike-Hermann Rader und Frank Rebel dabei sein. Seit
1993, dem Start der Festspiele, waren fast 3,8 Millionen Besucher auf
der Naturbühne in Ralswiek zu Gast, um die Geschichten und Abenteuer
des legendären Seeräubers hautnah mitzuerleben. Wenn wir nach
67 Vorstellungen, die jeweils Montag bis Samstag um 20:00 Uhr stattfinden,
am O8.O9.2OO7 den 1. Teil des Zyklus abschließen, wird die Besucherzahl
die 4 Millionen Grenze überschritten haben. Bislang wurden für
die diesjährige Spielzeit bereits über 120.000 Karten abgesetzt. Ein
großer Wechsel für das Theater hat sich im Bereich des Sponsoring
vollzogen. Neuer Partner der Festspiele ist seit diesem Jahr Die WARSTEINER
BRAUEREI. Wir freuen uns sehr auf diese zukünftige Zusammenarbeit
und wünschen unseren Gästen Goldene Theatermomente.
NISSAN und der Medienpartner, ANTENNE MECKLENBURG-VORPOMMERN sind weiterhin
als Freund und Partner im Boot der Festspiele. Der
historische Hintergrund
Wir
folgen in der Historie den Aussagen von Dr. Matthias Puhle, Leiter des
kulturhistorischen Museums in Magdeburg, der sich in seiner Doktorarbeit
mit dieser Zeit beschäftigte. Demnach kam Klaus von Alkun, alias
Klaus Störtebeker, mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem
Raum Barth. Um seine Besitztümer betrogen, soll er sich in der
Wegelagerei versucht haben. In Barth unter den Galgen gestellt, sollen
ihn seine Kumpane befreit haben. Die
tatsächliche Macht in dieser Zeit aber hatten nicht die Fürsten
und Landesherrn, sondern reiche Kaufleute wie die Fugger und Guggenheim
sowie später auch die Rothschild, die Landesherrn, Fürsten
und Könige finanzierten. Vor dem Hintergrund dieser Macht des Geldes
und der herrschenden Verhältnisse ist unsere Geschichte um Klaus
Störtebeker aufgebaut. Folgt man dieser Linie bis in die Gegenwart,
sind wir mehr als aktuell. Gleiches trägt sich auch heute zu. Wir,
die Störtebeker Festspiele, sind wieder am Anfang eines neuen Zyklus
über das Leben des Klaus Störtebeker angelangt. Vieles ist
Vermutung und Legende. Gerade deshalb wollen wir uns nicht freifliegend
im Raum bewegen, sondern die Geschichte dieses Mannes so erzählen,
dass man sagen kann: So könnte sich das Leben des Klaus Störtebeker
zugetragen haben. Die
Geschichte Wir
schreiben das Jahr des Herrn 1379. Die Zeiten sind hart, die Welt aus
den Fugen und in deutschen Landen geht es Mecklenburg wohl am schlimmsten.
Da ist es kein Wunder, wenn sich an manchem Ort der freie Geist auflehnt
und eigene, oft auch verbotene Wege geht. So auch in Barth. Im abgebrannten
Kloster, das zum Alkunschen Besitz gehört, hat sich ein aufrührerischer
Mönch, Bruder Thomasius (Robert Glatzeder), an die Spitze der Vertrie-benen
und Geknechteten gestellt. Mit dem Glauben an Gott, mit Schalk und List
- aber auch mit dem Schwert - versucht er, die um ihn Versammelten auf
dem rechten Weg zu halten. Sich und seine Schafe gegen den
ehrgeizigen und skrupellosen Vogt von Barth (Frank Rebel), zu verteidigen. In
diese Situation hinein kehrt Klaus von Alkun (Sascha Gluth), erst später
wird er Klaus Störtebeker, zurück aus der Fremde. Er findet
den Besitz der Eltern abgebrannt, Vater und Mutter erschlagen, kann
ihnen nur noch die letzte Ehre am Grab erweisen. Mit Wut im Bauch und
Hass im Herzen macht er sich auf die Suche nach den Schuldigen. Bald
muss er aber erfahren, dass sich sein Vater aus Not an der prekären
Gesamtsituation des Alkunschen Besitzes in riskante Geschäfte verwickeln
ließ. Die Drähte zieht der reiche Wismaraner Kaufmann Wüllferich
(Benn Hecker), der nach außen ein solides und frommes Leben führt.
Seiner ehemaligen Geliebten aber, einer ehemaligen Badehure aus Barth,
der Röttelpösch (Ingrid van Bergen), sichert er
ein anständiges Auskommen. Dem gemeinsamen Kind aus dieser Beziehung,
Agnes (Christina Kraft), lässt er eine standesgemäße
Ausbildung in einem Zisterzienser Kloster angedeihen und arrangiert
- mit dem Ziel des gesellschaftlichen Aufstieges - eine Heirat mit dem
Vogt von Barth. Wenn da nicht dieser nach Gerechtigkeit suchende und
sympathische Klaus von Alkun und der schon arrivierte Piratenhauptmann
Goedeke Michels (Dietmar Lahaine) wären. Klaus
und Goedeke suchen und finden sich. Klaus schießt seinen zukünftigen
Gönner und Freund Michels aus schwieriger Lage frei. Bei einer
kleinen Siegesfeier offenbart sich nicht nur die Kraft, sondern auch
das ungeheure Schluckvermögen von Klaus. So ist schnell sein zur
Legende anwachsender Name Klaus Störtebeker geboren.
Der neue Verbund gibt Klaus auf der Suche nach den wahren Schuldigen
Rückhalt. In
Barth kommt es zum Showdown. Klaus und die Aussagen van de Klerks laufen
aber ins Leere. Klaus wird der Strick um den Hals gelegt und er wird
hochgezogen. Dass aber so die Geschichte um unseren Helden, zwischen
Liebe, Leidenschaft und Abenteuer nicht enden kann, wissen alle Freunde
unseres Theaters. Die Gerechtigkeit wird obsiegen - zwar nur für
den Wimpernschlag der Geschichte - aber immerhin. Und so wird Klaus
Störtebeker nicht gehängt, sondern wir werden ihn in den weiteren
Folgen unserer Geschichten wieder treffen, wenn er als Likedeeler und
Vitalienbruder, als Gottes Freund und aller Welt Feind als
eine Legende in die Geschichte des Mittelalters eingeht. Texte/Fotos © Störtebeker Festspiele (Abdruck mit freundlicher Genehmigung) |
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